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Methodisch-theoretischer Ansatz

Die Forschergruppe vertritt den Ansatz der kulturwissenschaftlichen Literaturwissenschaft und grenzt sich somit deutlich von Ansätzen der Antiziganismusforschung, Anthropologie, Soziologie und Ethnologie ab. Damit beschränken sich die Analysen und Interpretationen der Forschergruppe nicht allein auf die inhaltliche Seite des Forschungsgegenstandes, sondern setzen diese in engen Bezug zur ästhetisch-poetischen Gestaltung der Werke, um so ästhetische Verfahren herauszuarbeiten und der Frage nachzugehen, ob sich spezifische Roma-Ästhetik(en) herauskristallisieren. Die grundsätzliche Fokussierung auf formal-ästhetische Aspekte bedeutet jedoch nicht, dass es bei der Bewertung zu Dekontextualisierung oder Dehistorisierung der Werke kommt. Vielmehr werden die Erkenntnisse literaturwissenschaftlicher Analysen mit kulturwissenschaftlichen, insbesondere postkolonialen, Konzepten wie etwa Identitäts(re)konstruktion, Hybridisierung/Amlagamierung, writing backotheringmétissagebricolageoder Trans- und Intermedialität verknüpft. Diese scheinen in besonderer Weise geeignet, die Ästhetiken der Roma zu beschreiben.